
Angstfrei leben
Angst untergräbt das Selbstvertrauen, schwächt die körpereigene Abwehrkraft und kann so - wie man heute weiß - letztlich sogar zu Krebs führen.
Es gibt heute die seltsamsten Ängste. Seltsam deshalb, weil wir hier in Mitteleuropa selten von existenziellen Bedrohungen heimgesucht werden wie Tod, akuter Verletzung, Hungersnot etc.
Unsere Ängste sind kultivierter, subtiler und damit heimtückischer!
Wie schon unter Wünsche und "was will ich" beschrieben, ist es den meisten von uns nicht vergönnt, einmal hinter seine Fassade zu schauen. Viele unserer sog,. Wünsche entpuppten sich als fremdgesteuert. Der Wunsch zu gefallen, up to date zu sein, oder eben hipp. Die Goes und No-goes, die uns von außen suggeriert werden erzeugen einen Druck und damit auch eine Angst diesen vermeintlichen Ansprüchen nicht (mehr) zu genügen.
Der Konsumterror erzeugt die Angst, nicht genug abzubekommen, obwohl wir Überfluss haben.
Über die Zeit und unsere Einstellung dazu habe ich auch schon geschrieben. Wir hetzen, weil wir Angst haben etwas zu verpassen. Wir haben Angst vor dem Alter und wollen ewige Jugend.
Sie sehen oder besser lesen: Jede Menge angsterzeugender Momente in unserem gestreßten Leben. Und ich wiederhole mich gern: Dabei gibt es seltenst wirkliche Angstmomente in unserem Leben.
Das muß aber nicht so sein, denn angstfrei zu Leben wurde uns in die Wiege gelegt. Die sog. Urängste spielen bei uns schon lange nicht mehr die dominate Rolle, die sie einmal hatten und dies durchaus zum Nutzen des Menschen. Die Rund-um-Versorgung, das soziale Netz sichern uns ab. Ich rede hier auch nicht von den echten Phobien, wegen derer sich man schnellstens in therapeutische Behandlung begeben sollte.
Aber dahinter zu schauen ist ein probates Mittel, um sich diesen "Spaßbremsen" zu nähern und damit auch zu entledigen. Auch hier spielen Einstellungen und Wertevorstellungen die größte Rolle. Wir sind uns der Motive, die uns lenken und antreiben, häufig gar nicht richtig bewußt, fühlen latent aber den Druck und das Unwohlsein, spätestens durch psychosomatische Reaktionen des Körpers.
Dem muß nicht so sein, nehmen sie ihr Leben in die eigene Hand und fangen sie an.
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- Ass. jur Frank H. Dürkopf
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