
Kommunikation
Jeder Mensch bildet für sich eine Wesenseinheit. Ausgestoßen aus dem Mutterleib fühlt sich dieses Wesen zunächst einsam. Zur Überwindung dieser Einsamkeit entwickelt es Formen der Kommunikation, der Interaktion.
Die Elemente, die Hilfsmittel der Kommunikation sind vielfältig, aber doch einfach zu erfassen. Da ist zunächst die Körpersprache: Schreien, lächeln etc. Später kommen im Zuge der Sozialisierung die Sprache hinzu. Das Ganze wird immer komplizierter, doch noch würden wir es beherrschen, denn dazu sind wir angelegt, es ist uns immanent..
Der Bruch erfolgt erst dann, wenn unsere Mittel zur Kommunikation nicht mehr deckungsgleich sind mit dem, was wir, unser Ego, Verstand und unser Körper tatsächlich mitteilen wollen. Dann entstehen Probleme, wir fühlen uns unverstanden, teilen uns nicht mehr mit etc. Daraus folgen Neurosen und Schizophrenien, die ärztlicher oder therapeutischer Hilfe benötigen.
Aber bereits bevor es zu solchen pathologischen Erscheinungen kommt hindern uns derartige Defizite daran, ein erfülltes und "echtes" Leben zu führen. Ein Blick hinter unsere eigenen Kulissen vermag hier Öffnung und damit ggf. Linderung zu bewirken.
Es gibt kein eigentliches Kommunikations-"training" im Sinne der Verbesserung des Außenauftritts. Es kann nur eine Reflektion der eigenen Einstellungen, des sich und des anderen Beobachtens geben. Das Ergebnis mag je nach der persönlicher Disposition eine gefühlte Verbesserung sein, in jedem Fall ist es ein Gewinn an Authentizität, an Wahrhaftigkeit und damit Lebensqualität.
Damit einhergehend kann die Effizienz und das Wohlbefinden von Kommunikationsgruppen wie Arbeitsteams, Familie etc, gesteigert werden, denn der Verlust durch unnötige und energiezehrende Scheimanöver kann minimiert werden.
Ich distanziere mich aber von Schulungen für Außendienstmitarbeiten, die Manipulationstechniken erlernen wollen, um Geschäfte abzuschließen, Verkaufsgespräche zu führen (zur Vermarktung von Produkten oder sich selbst). Mir geht es um das wahrhaftige "Miteinander".
Das klingt alles nicht sehr werbewirksam, tut gelegentlich auch weh, aber ist meines Erachtens der einzige Weg hin zu einem echten Miteinander.
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- Ass. jur Frank H. Dürkopf
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