
Meditation
Zu diesem Thema existiert eine Fülle an Literatur, Methoden und dergleichen. Wer sich damit schon beschäftig hat, der wird festgestellt haben, dass es zwar einfach ist, sich interlektuell damit zu beschäftigen, also das jeweilige Buch zu lesen. Aber es ist schwierig, derartige Übungen und Rituale in das eigene Leben einzubauen und das dauerhaft.
Dabei ist es ganz einfach, wenn man Meditation richtig versteht. Sie ist keine Technik, die man eben mal anwendet um zur Ruhe zu kommen (dafür ist autogenes Training oder Enstpannung nach Jakobson viel effektiver). Sie dient eher der Klärung innerer Vorgänge, der Reinigung. Es geht im Wesentlichen darum, die inneren Gedankenvorgänge zu beobachten und durch diese Beobachtung sie im besten Fall zu beruhigen.
Dafür bedarf es allerdings einer ruhigen, relativ reizfreien Umgebung, zumindest am Anfang. Daher habe ich es unter das Thema Entspannung gestellt. Denn meist sieht unser Leben anders aus. Es bedarf des bewußten Entzugs von den sonst so wichtigen Aktivitäten wie Arbeit, Familie, Freizeit, etc. Ein Problem, was ich beobachtet habe, ist auch, dass Zustände der Ruhe und Aktivitätslosigkeit häufig als unangenehm empfunden werden. Das Treffen (meeting, date) mit sich selbst wird zur störenden (Selbst-)Erfahrung.
Viele Angebote in diesem Bereich zielen auf die Umgebung ab. Schöne Hotels, angenehme Umgebung. Daran ist auch nichts auszusetzen. Doch Meditaion funktioniert überall, im Kindergarten, in der Küche, in der Schule, auf der Arbeit....
Die Angebote in besonderer Umgebung haben den Nachteil, dass, wenn man sich aus dieser Umgebung entfernt, meist nicht mehr in der Lage ist, die notwenige Disziplin aufzubringen, sich hinzusetzten und zu beobachten. Bereits die Umgebung stellt eine Entfernung aus dem Alltag dar, doch gerade dort benötigt man die Entspannung oder Selbstreflexion am dringensten.
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- Ass. jur Frank H. Dürkopf
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